Rosenmontagszug zieht doch nicht auf die andere Rheinseite

Kölner Karnevalsrevolution verschoben: Der Kölner Rosenmontagszug zieht nächstes Jahr doch nicht erstmals auf die andere Rheinseite. Der zeitliche Vorlauf sei zu knapp, teilte das Festkomitee am Dienstag mit. Die Gesellschaften hätten sich jetzt schon auf den traditionellen Endpunkt des Zugs in der Innenstadt eingestellt und dort Räume für die anschließenden Feierlichkeiten angemietet. Das könne man jetzt kaum noch umbuchen, sagte Festkomitee-Sprecher Michael Kramp. Auch beim Abtransport der Pferde hätte es vom rechtsrheinischen Deutz aus Probleme gegeben.

06.08.2019, 13:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rosenmontagszug zieht doch nicht auf die andere Rheinseite

Der Kölner Rosenmontagszug zieht nächstes Jahr doch nicht erstmals auf die andere Rheinseite. Foto: O. Berg/Archivbild

In der 200-jährigen Geschichte des größten deutschen Karnevalszugs ist der „Zoch“ bisher noch nie über den Rhein auf die „Schäl Sick“, die „falsche Seite“ der Stadt, gefahren. Im Mai wurde jedoch bekannt, dass das Festkomitee für 2020 einen Abstecher über den Fluss plante, inspiriert vom Saisonmotto „Et Hätz schleiht im Veedel“ - das Herz schlägt im Viertel. Da lag es nahe, die eine Hälfte der Stadt nicht komplett links - oder besser rechts - liegen zu lassen.

Doch jetzt wurden diese Pläne erstmal verschoben. An der Stadt habe das nicht gelegen, im Gegenteil: Ende Juli habe bereits eine offizielle Teilgenehmigung des Ordnungsamtes für die Deutzer Brücke vorgelegen. „Dafür bin ich den beteiligten Vertretern der Stadt Köln unendlich dankbar, denn das zeigt uns, dass der Gang über die Brücke grundsätzlich aus behördlicher Sicht machbar wäre“, sagte Zugleiter Holger Kirsch. Für die Zukunft plant er mit mehr zeitlichem Vorlauf „einen neuen Anlauf“.

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