Rosenkrieg vor Gericht - Lüner soll seine Freundin geschlagen haben

Prozess geplatzt

Ein Beziehungsstreit zwischen zwei Lünern ist bis vor das Amtsgericht gegangen. Der 28-Jährige soll seine Freundin geschlagen haben. Beide bekamen den Zorn des Richters zu spüren.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 24.01.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rosenkrieg vor Gericht - Lüner soll seine Freundin geschlagen haben

Vor Gericht schwiegen der Lüner und seine Verlobte zu dem Streit, den sie im Frühjahr 2019 gehabt haben sollen. © picture-alliance/ dpa

Im Streit sollte ein Lüner auf seine damalige Freundin eingeschlagen haben. Die erstattete Anzeige gegen den 28-Jährigen wegen Körperverletzung. Vor Gericht demonstrierten beide nun jedoch Harmonie – und schwiegen.

Bei der Polizei gab die junge Frau an, dass es am im Frühjahr vergangenen Jahres in der gemeinsamen Wohnung zu einer Auseinandersetzung gekommen sei, weil sie sich habe trennen wollen. Er habe daraufhin auf ihre Arme eingeschlagen und ihr in den Bauch geboxt. Sie habe Schmerzen gehabt, Prellungen und Hämatome davongetragen.

Schweigen lässt Prozess platzen

Nun sollte der Fall am Amtsgericht in Lünen verhandelt werden. Doch in der Zwischenzeit kam es offenbar nicht nur zu einer Versöhnung, sondern auch zu einer Verlobung.

Und damit besaß die 28-Jährige das Recht, die Aussage gegen den Angeklagten, der ebenfalls schwieg, zu verweigern. Ohne ihre Aussage kam das Gericht nicht weiter.

Freispruch auf Kosten der Staatskasse

Richter Ulrich Oehrle verbarg seinen Zorn nicht: „Was meinen Sie denn, wer zahlt das jetzt alles?“ Sie habe Anzeige erstattet. Daraufhin seien Polizei, Ärzte und Justiz tätig geworden. Die Kosten trage nun die Allgemeinheit.

Für den angeklagten Lüner, gegen den es unter den Umständen keine Beweise gab, endete die Sache mit einem Freispruch.

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