Rizin-Prozess: Angeklagte verteidigte Selbstmordanschläge

Im Prozess gegen die mutmaßlichen Rizin-Bombenbauer haben am Donnerstag Nachbarn des angeklagten Ehepaares aus Köln ausgesagt. Eine Nachbarin berichtete, dass sie mit der Angeklagten Monate vor deren Festnahme eine Diskussion über Terroranschläge gehabt habe. Dabei habe die Angeklagte sich in Rage geredet und vehement Selbstmordanschläge verteidigt. Dabei habe sie unter anderem gesagt: „Wenn Allah sagt, wir sollen töten, dann töten wir.“ Dass habe sie sehr verschreckt, berichtete die Zeugin im Prozess vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

22.08.2019, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 30-jährige Tunesier Sief Allah H. und seine 43 Jahre alte deutsche Frau Yasmin H. müssen sich seit Juni wegen Anschlagsvorbereitungen mit einer Biowaffe verantworten. Ihnen drohen jeweils bis zu 15 Jahre Haft. Zu den Vorwürfen schweigen sie bislang. Der Prozess soll noch bis November dauern. Die Angeklagten sollen im vergangenen Jahr einen biologischen Kampfstoff für einen Terroranschlag in Deutschland hergestellt haben. Das Paar hatte laut Anklage begonnen, hochgiftiges Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen.

Weitere Meldungen
Meistgelesen