Rinderherpes: Landwirte wollen 700 Tiere nicht töten lassen

Zwei Aachener Landwirte haben Widerstand gegen die angeordnete Tötung ihrer 700 Kühe wegen des ansteckenden, aber für Menschen ungefährlichen Rinderherpes angekündigt. Ihre Familie sei bereit, gegen die Ordnungsverfügung der Städteregion Aachen zu klagen, sagte die Tochter von einem der Landwirte, Anja Giesen, am Mittwoch. Die Tiere auf dem väterlichen Hof zeigten keine Krankheitssymptome. Nach Angaben der Städteregion Aachen war das „hochansteckende“ BHV1-Virus bei Tieren in insgesamt drei Milchvieh-Betrieben nachgewiesen worden.

17.07.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Damit widersetzten sich im Zusammenhang mit dem Rinderherpes-Virus zum ersten Mal Bauern der „Unverhältnismäßigkeit der amtlichen Tötungsanordnung“, stellte der Bauernbund Brandenburg fest. Die Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe werde die Aachener Landwirte unterstützen.

Anders als Belgien und die Niederlande sei Deutschland eine BHV1-freie Zone, sagte ein Sprecher der Städteregion Aachen. Ziel sei die Erhaltung dieses Status. In der Vergangenheit habe es Virus-Ausbrüche in Kleve, Borken und Heinsberg gegeben. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

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