Richter im Loveparade-Prozess verspricht Aufklärung

Im Loveparade-Strafprozess gibt es nach Worten des Vorsitzenden Richters keinen Grund zur Sorge vor einer vorschnellen Einstellung des Verfahrens. Richter Mario Plein sagte am Donnerstag in Richtung mehrerer Nebenklage-Anwälte: „Sie brauchen sich keine Sorgen machen. Mir ist es ein riesiges Anliegen, dass die Nebenkläger den maximalen Nutzen aus dem Verfahren ziehen.“ Und an anderer Stelle: „Wir werden die Fragen, die dringend zu beantworten sind, hier beantworten. Wir werden sagen, was die Ursache für die Katastrophe war.“

04.10.2018, 13:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Richter im Loveparade-Prozess verspricht Aufklärung

Der vorsitzende Richter Mario Plein steht im Gerichtssaal beim Auftakt des Loveparade-Strafprozesses. Foto: Ina Fassbender/Archiv

Anlass für Pleins Äußerungen war ein vergangene Woche bekannt gewordener Brief einiger Nebenkläger-Anwälte an Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU). In dem Schreiben hatten Anfang September rund zehn Anwälte ihre Sorge vor einer Einstellung des Verfahrens geäußert. Der Justizminister solle der ihm unterstellten Staatsanwaltschaft untersagen, solch einer Verfahrenseinstellung zuzustimmen, forderten die Unterzeichner.

Dass die Verfasser dem Gericht den Brief auch auf schriftliche Bitte nicht zur Verfügung stellen wollten, nannte Plein „beschämend“. Es sei für das Gericht eine Selbstverständlichkeit, dass unter dem Gesichtspunkt der Transparenz und Fairness alle Verfahrensbeteiligten über alles informiert würden.

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