Rheinische Protestanten beraten über Sozialarbeit

Bei der Landessynode der rheinischen evangelischen Kirche im Januar in Bad Neuenahr wird die Sozialarbeit im Mittelpunkt stehen. „Diakonie ist ein starkes Stück Kirche“, erklärte Präses Manfred Rekowski am Mittwoch im Vorfeld. Auf dem Gebiet der Landeskirche betreibt die Diakonie zusammengenommen über 2000 Kindertagesstätten, Wohnheime für Kinder und Jugendliche, Suppenküchen, Beratungsstellen oder Einrichtungen der Altenhilfe.

18.12.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rheinische Protestanten beraten über Sozialarbeit

Präses Manfred Rekowski spricht bei der 71. Landessynode im Januar 2019 der Evangelischen Kirche im Rheinland. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Außerdem soll die Landessynode Richtlinien der Evangelischen Kirche Deutschlands zum Schutz vor sexualisierter Gewalt übernehmen. Damit werden Mitarbeiter verpflichtet, den Verdacht auf Verstöße zu melden. Bei Neueinstellungen muss ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt werden, für rechtskräftig Verurteilte soll ein Einstellungsverbot gelten. Das Parlament der zweitgrößten evangelischen Landeskirche tagt vom 12. bis 16. Januar in Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz.

Als Gast wird die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erwartet. Sie werde ein Grußwort sprechen, ebenso wie der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer. Ein Thema ist der Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden, den die Landessynode vor 40 Jahren gefasst hatte. Die Evangelische Kirche im Rheinland ist in den Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen aktiv. Über die Hälfte der rund 2,5 Millionen Mitglieder lebt in NRW.

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