Rheinbrücken-Neubau in Duisburg: Bundesminister erwartet

Nicht nur in Leverkusen, auch in Duisburg wird eine neue Rheinbrücke gebaut. Zum ersten Spatenstich an diesem Montag wird Deutschlands oberster Verkehrspolitiker erwartet. 366 Millionen Euro sollen insgesamt verbaut werden.

15.12.2019, 09:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rheinbrücken-Neubau in Duisburg: Bundesminister erwartet

Die Rheinbrücke Neuenkamp in Duisburg. Morgen soll der 1. Spatenstich für eine neue A40-Rheinbrücke erfolgen, die die marode Brücke ersetzen soll. Foto: Arnulf Stoffel/Archiv

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzt morgen in Duisburg den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau der Rheinbrücke Neuenkamp. Über die Schrägseilbrücke verläuft die Autobahn 40, die das Ruhrgebiet mit dem Niederrhein und den Niederlanden verbindet. Insgesamt 3,5 Kilometer Autobahn werden im Zuge des Neubaus auf durchgängig vier Fahrstreifen ausgebaut. Die Gesamtkosten werden auf knapp 366 Millionen Euro veranschlagt, die vom Bund übernommen werden. Laut Projektmanagementgesellschaft Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) soll 2026 alles fertig werden.

Die Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp wurde 1970 erbaut und ist marode. Sie war ursprünglich für 30 000 Fahrzeuge täglich ausgelegt. Mittlerweile rollen mehr als 100 000 Fahrzeuge über die Brücke. Die neue Brücke soll erheblich mehr Verkehr aushalten. Die Planer gehen etwa davon aus, dass im Jahr 2030 an Werktagen 126 500 Fahrzeuge die Brücke nutzen werden. Sie wird aus zwei Brückenteilen bestehen, für jede Fahrtrichtung wird jeweils ein Teil errichtet. Der erste Teil soll 2023 fertig sein und dann schon den gesamten Verkehr der alten Brücke auf drei Fahrstreifen aufnehmen.

„Die neue Rheinbrücke wird höher, länger und breiter sein als die bisherige“, heißt es in einer Projektbeschreibung: „75 Meter hoch, 802 Meter lang und 68,25 Meter breit“. In beiden Richtungen soll es neben der Fahrbahn Geh- und Radwege geben, die mit 6,50 Meter hohen Lärmschutzwänden vom Autobahnverkehr abgeschirmt werden.

Damit die alte Brücke noch ein bisschen hält, fischen automatische Wiegeanlagen überladene Lastwagen aus dem Verkehr. Sie waren im November 2018 in Fahrtrichtung Essen und Ende Mai in Richtung Venlo in Betrieb genommen worden. Melden sie eine Überladung, wird das Fahrzeug durch eine Schranke an der Weiterfahrt gehindert und auf eine Ausweichfläche geleitet. Dort werden Gewicht und Achslasten erneut kontrolliert. Das zulässige Gesamtgewicht für Lastwagen beträgt 40 Tonnen oder 11,5 Tonnen Achsgewicht. Sind die Lastwagen schwerer, ist eine Sondergenehmigung nötig.

Auch die Leverkusener A1-Rheinbrücke wird derzeit neu gebaut. Die alte Brücke darf wegen Baumängeln seit 2014 nicht mehr von Lastwagen befahren werden. Die erste Brückenhälfte soll Ende 2021 fertig werden, die zweite Ende 2025.

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