Reul gegen Ausweitung von Waffenverbotszonen auf Innenstädte

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat sich dagegen ausgesprochen, ganze Innenstädte zu Waffenverbotszonen zu erklären. Messerattacken seien sehr gefährlich, es gebe leider aber keine einfachen Lösungen, sagte Reul den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Der Teufel steckt im Detail: Wenn Sie die Innenstädte zu Waffenverbotszonen erklären, dann kann die Oma im Kaufhaus auch kein Messerset mehr kaufen.“

25.06.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Reul gegen Ausweitung von Waffenverbotszonen auf Innenstädte

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz mit Jornalisten. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Auf der Innenministerkonferenz in Kiel Mitte Juni hatten die Landesregierungen auf Initiative von Hessen und Niedersachsen eine Ausweitung von Waffenverbotszonen beschlossen. Mit einem entsprechenden Beschluss soll nun ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, dass Kommunen in Deutschland künftig erlaubt, in „sensiblen Bereichen“ wie etwa an Schulen und Kindertagesstätten oder in Bahnen und Bussen Messer und andere Waffen zu verbieten. Dort könnten Polizisten dann ohne Anlass kontrollieren.

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