Reul: Mehr verdeckte Ermittler gegen Kindesmissbrauch

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat das Landeskriminalamt angewiesen, im Bereich Kindesmissbrauch mehr verdeckte Ermittler einzusetzen. Das sagte Reul dem „Spiegel“. Die verdeckten Ermittler sollen laut dem Bericht des Nachrichtenmagazins künftig in einschlägigen Internetforen auch mit sogenannten „Keuschheitsproben“ arbeiten dürfen: Pornografisches Material, das oft für den Eintritt in Tauschringe hochgeladen werden muss. Ein entsprechender Antrag wollten Bayern und NRW demnach demnächst in den Bundesrat einbringen.

30.08.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zudem kündigte der Innenminister im „Spiegel“ an, die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen „umzustricken“. So sei die Zahl der Stellen für Beamte, die sich mit dem Thema Kindesmissbrauch beschäftigen, von 104 auf 160 gestiegen. Die Zahl der ausstehenden Durchsuchungen bei Tatverdächtigen sei von 557 auf 427 gesunken. Reul forderte außerdem von jeder Polizeibehörde, einen Raum einzurichten, der sich für die Vernehmung junger Missbrauchsopfer eigne.

Reul hatte nach dem massenhaften Missbrauch auf einem Campingplatz in Lügde und den folgenden Polizeipannen mehrfach gesagt, dass der Kampf gegen Kindesmissbrauch das wichtigste Thema seiner Amtszeit sei.

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