Rentner qualvoll erstickt: Zwölf Jahre Haft gefordert

Für den qualvollen Tod eines Rentners in Krefeld soll der mutmaßliche Drahtzieher des Verbrechens für zwölf Jahre hinter Gitter. Das hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag am Krefelder Landgericht gegen den 54-Jährigen beantragt. Er war im Mai in Solingen von Zielfahndern aufgespürt worden.

20.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Rentner qualvoll erstickt: Zwölf Jahre Haft gefordert

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Ursprünglich war die Tat als Raubmord eingestuft worden, angeklagt ist der 54-Jährige aber nur noch wegen Raubes mit Todesfolge. Seine mutmaßlichen Komplizen waren bereits im Januar vom Krefelder Landgericht zu Haftstrafen von bis zu 14 Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte ist nach Justizangaben Pole, er selbst hatte seine Staatsangehörigkeit als ungeklärt bezeichnet.

Räuber hatten im Oktober 2016 einen 79 Jahre alten und gehbehinderten Rentner überfallen, gefesselt und geknebelt, um aus seiner Wohnung Antiquitäten zu stehlen. Dazu umwickelten sie seinen Kopf mit Klebeband - sogenanntem Panzertape. Die Luftlöcher im Bereich der Nase waren zu klein - der Mann erstickte. Das Gericht will an diesem Freitag das Urteil verkünden.

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