Rentner erstickt: Mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht

Zwei Jahre nach dem qualvollen Tod eines Rentners in Krefeld steht einer der mutmaßlichen Drahtzieher des Verbrechens vor Gericht. Der Prozess gegen den 54-Jährigen begann am Donnerstag am Krefelder Landgericht. Er war im Sommer in Solingen von Zielfahndern aufgespürt worden.

08.11.2018, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rentner erstickt: Mutmaßlicher Drahtzieher vor Gericht

Blick auf das Land- und Amtsgericht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Ursprünglich war die Tat als Raubmord eingestuft worden, angeklagt ist der 54-Jährige aber nur noch wegen Raubes mit Todesfolge. Seine mutmaßlichen Komplizen waren bereits im Januar vom Krefelder Landgericht zu Haftstrafen von bis zu 14 Jahren verurteilt worden. Der Angeklagte ist nach Justizangaben Pole, er selbst bezeichnete seine Staatsangehörigkeit als ungeklärt.

Räuber hatten im Oktober 2016 einen 79 Jahre alten und gehbehinderten Rentner überfallen, gefesselt und geknebelt, um aus seiner Wohnung Antiquitäten zu stehlen. Dazu umwickelten sie seinen Kopf mit Klebeband - sogenanntem Panzertape. Die Luftlöcher im Bereich der Nase waren zu klein - der 79-Jährige erstickte.

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