Rentner brutal getötet: Angeklagte kündigen Aussage an

Mit einem Waffeleisen und einer Schere soll ein junges Paar einen Rentner getötet haben. Für den Prozess haben die Angeklagten eine Aussage angekündigt. Laut Verteidiger räumen sie zwar die Taten ein, wehren sich aber gegen den Vorwurf der Habgier.

05.09.2019, 01:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rentner brutal getötet: Angeklagte kündigen Aussage an

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und einem Aktenstapel. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Im Prozess um den brutalen Tod eines Rentners im Sauerland haben die beiden Angeklagten für die Verhandlung am Donnerstag (9.00 Uhr) eine Aussage angekündigt. Dem 21-Jährigen und seiner gleichaltrigen Freundin wirft die Staatsanwaltschaft vor, Anfang des Jahres einen 67 Jahre alten Mann in seinem Haus in Medebach mit einem Waffeleisen geschlagen und einer Schere erstochen zu haben, um ihn auszurauben und zu töten. Das rumänische Paar ist des Mordes angeklagt.

Am zweiten Verhandlungstag vor dem Landgericht Arnsberg wollen die Verteidiger eine Erklärung verlesen. Sein Mandant werde zwar die Taten einräumen, widerspreche aber dem Vorwurf der Staatsanwaltschaft, aus Habgier gehandelt zu haben, sagte sein Verteidiger Bernhard Scholz. Es stecke ein anderes Motiv hinter der Gewalttat.

Mitte August hatte der Prozess gegen die beiden mit der Verlesung der Anklageschrift begonnen. Laut Ermittlern sollen die beiden Angeklagten das Portemonnaie des Getöteten mit einer ungenannten Menge Bargeld sowie sein Smartphone mitgenommen haben. Sie flohen nach Rumänien, wo die Polizei sie vier Wochen später festnahm.

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