Religiöse Bildung auf dem Weg zur Erstkommunion

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Ein kindgerechtes Angebot für die jüngsten Mitglieder der Gemeinden im katholischen Dekanat Unna ist die Kinderkirche. Solche Projekte gibt es überall, sie unterscheiden sich aber voneinander.

13.06.2019, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein ganz normaler katholischer Gottesdienst ist für Kinder nicht nur lang, sondern oft auch langweilig. Das ist normal, haben doch Erwachsene eine ganz andere Erwartung an die christlichen Feiern als Kinder.

Die katholische Kirche hat auch im Dekanat Unna einen Weg gefunden, für Familien mit kleinen Kindern trotzdem interessant zu bleiben. Seit rund 20 Jahren gibt es das Projekt Kinderkirche – in manchen Gemeinden länger, in anderen ist das Angebot noch recht neu.

Unterschiedliche Organisationsstrukturen

Das Besondere: Die einzelnen Kirchengemeinden organisieren die Kinderkirche für ihren Bereich unterschiedlich. In Lünen etwa gibt es Kooperationen mit Kindergärten und Kindertagesstätte. Personal von dort hilft bei der Planung und Durchführung der kindgerechten Gottesdienste.

Dekanatsreferent Ludger Büngener schätzt die Kinderkirche der St.-Martin-Gemeinde Unna, weil sie dort auf ehrenamtlichen Schultern gelebt wird. „Da kann die Gemeinde wirklich stolz drauf sein“, sagt Büngener. Er verweist darauf, dass es eine besondere Herausforderung ist, so ein Projekt ehrenamtlich aufrecht zu erhalten. „Die Kinder derjenigen, die die Kinderkirche vor zehn Jahren gegründet haben, machen jetzt Abitur. Das bedeutet, dass es im Kreis der Ehrenamtlichen immer auch Erneuerung gibt“, erklärt Büngener.

Angebot kommt bei Familien an

Mit der Kinderkirche hat die katholische Kirche ein besonderes Format geschaffen. Kinder werden auch spielerisch an christliche Themen herangeführt. Das kommt bei den Familien im Dekanat Unna gut an, sagt Büngener. Das Angebot sei ein Teil der religiösen Erziehung bis zur Erstkommunion. Und die sei in vielen Familien auch heute noch wichtig.