Regionalverband Ruhr wird 100 Jahre: Steinmeier hält Rede

100 Jahre RVR - wie geht es weiter mit dem Ruhrgebiet? Die Frage nach der Zukunft von Deutschlands größtem Ballungsraum dürfte im Jubiläumsjahr eine große Rolle spielen. Unterstützung kommt von Bundespräsident Steinmeier.

30.12.2019, 07:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Regionalverband Ruhr wird 100 Jahre: Steinmeier hält Rede

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lächelt. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

Elf Großstädte, vier Kreise, 5,1 Millionen Einwohner: Der Regionalverband Ruhr RVR umfasst einen der größten Ballungsräume Europas. Im kommenden Jahr wird der Verband 100 Jahre alt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will den Festakt am 5. Mai besuchen und eine Rede halten.

Das Jubiläum ist Anlass für viele Veranstaltungen. So zeigt etwa das Ruhrmuseum in Essen vom 11. Mai an die Sonderausstellung „100 Jahre Ruhrgebiet. Die andere Metropole“. Rund 1000 Exponate aus den Bereichen Infrastruktur und Mobilität, Kulturleben und Architektur sowie soziale und gesellschaftliche Verhältnisse sind zu sehen.

Das Industriemuseum des Landschaftsverbandes Rheinland in Oberhausen zeigt vom 15. Mai an Fotos. Zu sehen sind rund 200 analoge Fotos sowie an Medienstationen mehr als 1000 digitale Fotos, Karten und Pläne. Darunter sind etwa frühe Farbaufnahmen des Ruhrschnellwegs, der heutigen A40.

Der RVR war 1920 als „Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk“ gegründet worden. Die in Essen ansässige Körperschaft des öffentlichen Rechts ist zuständig für die überörtliche Raumplanung, bestimmt also zum Beispiel, wo Gewerbegebiete und Siedlungen entstehen, Waldgebiete bleiben sollen oder das Grundwasser geschützt werden muss. Außerdem kümmert er sich um die Infrastrukturprojekte „Route der Industriekultur“ und den „Emscher Landschaftspark“. Zu den ältesten Aufgaben zählen Schutz und Pflege der Umwelt durch Sicherung von Freiflächen. Für Wirtschaftsförderung, Tourismusförderung und Abfallentsorgung bestehen eigene Gesellschaften. Für 2020 stehen im RVR-Haushalt knapp 107 Millionen Euro zur Verfügung.

Oberstes Gremium ist die Verbandsversammlung, das sogenannte „Ruhrparlament“. Bestimmten bislang die Kommunen ihre Vertreter, wird die Versammlung 2020 erstmals direkt von den Bürgern gewählt. Wahltermin ist der 13. September, parallel zu den NRW-Kommunalwahlen.

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