Region Bonn fordert Sicherung der Ministerien und Jobs

Kommunalvertreter aus der Bonner Region fordern, die am Rhein angesiedelten Bundesministerien mit den dazugehörigen Arbeitsplätzen zu sichern. Zudem solle die Stellung der ehemaligen Bundeshauptstadt als UN-Standort und Kompetenzzentrum für Cyber-Sicherheit gestärkt werden. Das geht aus einer Reihe von Vorschlägen hervor, die eine Arbeitsgruppe der Regionsvertreter am Montag der Bundesregierung zugeleitet hat. Die Regionsvertreter fordern darin ein „Bekenntnis des Bundes zur fairen Arbeitsteilung zwischen Berlin und Bonn“.

17.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Verhandlungen über eine entsprechende Zusatzvereinbarung zum vor 25 Jahren verabschiedeten Bonn-Berlin-Gesetz sollten nach der Sommerpause aufgenommen werden. Das Gesetz regelt die Aufteilung der Bundesbehörden zwischen beiden Städten. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte im April angekündigt, dass bis Ende des Jahres die Eckpunkte der Vereinbarung mit dem Bund stehen sollen.

Von 14 Bundesministerien haben 6 ihren Erstsitz weiterhin in Bonn, die übrigen einen Zweitstandort. Das verursacht jährlich Zusatzkosten in Millionenhöhe. Immer wieder gibt es Forderungen, die Ministerien komplett nach Berlin zu verlegen. Laut einer im April veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 55 Prozent der Deutschen für einen Komplettumzug nach Berlin, 27 Prozent dagegen.

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