Regierung: Pläne für Talentschulen an sozialen Brennpunkten

An 60 Talentschulen sollen Kinder an sozialen Brennpunkten Nordrhein-Westfalens besonders gefördert werden. Unumstritten sind die Pläne nicht. Die Landesregierung beginnt nun aber mit den Vorbereitungen.

25.10.2018, 03:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Regierung: Pläne für Talentschulen an sozialen Brennpunkten

Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt die Weichen für die 60 geplanten Talentschulen an sozialen Brennpunkten. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) präsentiert am heute in Düsseldorf die Fachjury zur Auswahl der Schulen.

Die CDU/FDP-Koalition verspricht sich von den Talentschulen mehr Gerechtigkeit. Dort soll erprobt werden, wie Kinder aus sozial benachteiligten Familien mehr Bildungschancen erhalten könnten.

Die ersten 35 ausgewählten Schulen sollen im Schuljahr 2019/20 auf den Weg gebracht werden, 25 weitere ein Jahr später. Sie sollen für ihre Aufgabe zusätzliche Lehrer und eine exzellente Ausstattung erhalten. Vorsitzender der Fachjury ist Professor Ewald Terhart von der Universität Münster.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich bereits kritisch zu den Plänen geäußert. 60 Schulen besonders gut auszustatten, führe bei Tausenden von Schülern, die andere Einrichtungen besuchten, nicht zu besseren Lernbedingungen und mehr Chancengleichheit.

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