Rechtsstreit um Filmhuhn Sieglinde

Das Landgericht Kleve verhandelt an diesem Freitag den Fall eines toten Huhns. Die Besitzerin Ute Milosevic hat einen Hundebesitzer auf 4000 Euro Schadenersatz verklagt. Sein Hund hat im Sommer 2017 ein Huhn auf dem Hof von Ute Milosevic gerissen. Die Halterin sagt, das Opfer sei ihr Filmhuhn Sieglinde gewesen: Ein braunes Huhn, das für Film und Fernsehen geschult war und auch schon vor der Kamera stand. Bei dem Film „Wir sind doch Schwestern“ mimte Sieglinde nach Angaben ihrer Trainerin Aurelia Franke-Hornung das verletzte Lieblingshuhn einer der Schwestern.

20.11.2019, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rechtsstreit um Filmhuhn Sieglinde

Ute Milosevic füttert auf ihrem Hof die restlichen Hühner. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Der beklagte Hundebesitzer zweifelt an der Identität des gerissenen Huhns. In der Hühnerschar hätten sich mehrere braune Hühner befunden, teilte seine Anwältin mit. Das bestreitet die Klägerin. Zuvor hatte das Amtsgericht Geldern der Klägerin rund 300 Euro zugesprochen. Dagegen hatte die Klägerin Berufung eingelegt.

Für Ute Milosevic war Sieglinde ein besonderes Tier unter Tausend. „Die war zahmer als ein Hund. Wollte jeden Tag auf den Arm und gestreichelt werden. Man konnte mit ihr Auto fahren“, sagte Ute Milosevic am Mittwoch. Weil es so zahm war und gar nicht fremdelte, habe sie damals Sieglinde bei einer Tiertrainerin in die Ausbildung gegeben.

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