Raum-Klima an der Marga-Spiegel-Sekundarschule dank Kälte-Anlage verbessert

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Mit T-Shirt im Winter zur Schule - das war aufgrund des warmen Raum-Klimas an der Marga-Spiegel-Schule keine Seltenheit. Eine Kälte-Anlage sollte helfen. Und es klappt - wie Tests zeigen.

Werne

, 30.08.2018, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jahrelang haben die Temperaturen den Schülern und Lehrern an der Marga-Spiegel-Sekundarschule zugesetzt. Durch den Einbau einer Kälte-Anlage vor einem Jahr sollte das Problem an dem als Passivhaus-Standard errichteten Gebäude gelöst werden. Und nachdem sie in den Ferien gewartet und neu eingestellt wurde, erfüllt sie ihren Dienst, wie die Verantwortlichen erklären.

„Die Luft ist viel angenehmer“

„Die Anlage funktioniert deutlich besser. Wir können keine permanente Hitze mehr feststellen“, sagt Hubertus Steiner, Schulleiter der Marga-Spiegel-Sekundarschule. Das Klima in dem vor fünf Jahren eröffneten Schulgebäude habe sich nun deutlich verbessert. „Die Luft ist viel angenehmer und immer leicht angekühlt“, sagt Steiner.

Dennoch kann der Schulleiter nicht versprechen, dass die Anlage bei extremen Außentemperaturen nicht an ihre Grenzen stößt. Wenn es wieder Spitzenwerte geben sollte, schließt Steiner deshalb nicht aus, dass er wieder „hitzefrei“ gibt. Um besser darauf vorbereitet zu sein, hat Steiner den Schülern Anfang Juni bereits zwei hitzefreie Tage gegeben.

Raum-Klima an der Marga-Spiegel-Sekundarschule dank Kälte-Anlage verbessert

Hubertus Steiner ist Schulleiter der Marga-Spiegel-Sekundarschule. © Felix Püschner (A)

Tagesablauf bei hitzefreien Tagen getestet

An solch einem Tag müssen etwa Bus-Fahrpläne umgestellt und die Mensa früher geschlossen werden, erklärt der Schulleiter. Die Folge daraus: An hitzefreien Tagen wird der Mensa-Betrieb künftig bis 13.05 Uhr laufen. So können die Schüler ihre Mahlzeit einnehmen. Denn das Essen könne bei einem kurzfristig eingerichteten hitzefreien Tag nicht einfach abbestellt werden, so Steiner weiter.

Im vergangenen Jahr hatte Steiner häufiger mit hitzefreien Tagen oder mit einem verkürzten Unterricht am Nachmittag und einer kürzeren Mittagspause auf die Hitze reagiert. Das soll mit der neuen Kälte-Anlage nun die Ausnahme bleiben.

Temperaturen auf drei bis vier Grad herunter senken

Mit der Leistung des Gerätes ist auch Wendelin Jücker, Ingenieur aus dem Kommunalbetrieb Werne, zufrieden: „Wir haben genau das erreicht, was wir erreichen wollten. Wir konnten die Raumtemperatur um drei bis vier Grad herunter senken.“ Die Techniker haben die Anlage, die sich je nach Bedarf automatisch einstellt, turnusgemäß in den Ferien gewartet. Man hätte sie zu keinem anderen Zeitpunkt besser testen können als zu den extremen Temperaturen in diesem Sommer.

Nun laufe sie „zu unserer vollsten Zufriedenheit“, so Jücker. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der TU Braunschweig, die die Anlage untersucht haben, protokolliert er die Temperaturen weiter - wohl noch bis zum Ende des Jahres.

Weniger Beschwerden von Schülern und Eltern

Eine Veränderung spürt auch Thomas Geisler, Vorsitzender der Schulpflegschaft. „Das Raum-Klima hat sich verbessert. Es scheint, als habe die Maßnahme, eine Kälte-Anlage einzubauen, gegriffen“, sagt er. Das bestätigen auch die Reaktionen der Schüler und Eltern. Er habe deutlich weniger Beschwerden erhalten als noch im vergangenen Jahr.

Bei extremen Temperaturen wie in diesem Sommer jenseits der 30 Grad und bei 30 Schülern in einem Klassenraum sei eine gewisse Wärme aber vorprogrammiert, sagt Geisler. „Die Anlage ersetzt keine Klima-Anlage. Es ist immer noch relativ warm in den Räumen. Aber es ist besser geworden“, sagt Geisler. Eine Klima-Anlage käme aus gesundheitlichen Gründen aber nicht infrage, erklärt Schulleiter Hubertus Steiner.

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