Ralf Jäger legt für seine Frau Amt als SPD-Chef nieder

Der frühere nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Duisburg niedergelegt. Der 58-Jährige habe seinen Rückzug am Freitag in einer Vorstandssitzung des Unterbezirks mit einer schweren Erkrankung seiner Ehefrau erklärt, sagte der stellvertretende Geschäftsführer, Joachim Franz, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die „WAZ“ in ihrer Online-Ausgabe darüber berichtet.

09.11.2019, 06:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ralf Jäger legt für seine Frau Amt als SPD-Chef nieder

Der ehemalige nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD). Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Jäger, der von 2010 bis 2017 Innenminister in NRW war, ist seit 2005 Chef einer der größten deutschen SPD-Unterbezirke gewesen. Sein Mandat im Düsseldorfer Landtag, das der Vater dreier Kinder mehrfach als Direktkandidat im Wahlkreis seiner Heimatstadt gewonnen hatte, werde Jäger behalten, sagte ein Sprecher seines Landtagsbüros.

Nach der Abwahl der rot-grünen Regierung von Hannelore Kraft (SPD) 2017 hat sich Jäger, ebenso wie seine frühere Kabinettschefin, weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Im Landtag sitzen beide nur noch im Sportausschuss. In zentralen landespolitischen Debatten ergreifen sie im Plenum nicht mehr das Wort. Jäger ist außerdem noch Stellvertreter im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum vermeintlichen Hacker-Angriff auf Ex-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU).

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