Räumungsverkauf: Inhaberin schließt zum 22. Dezember Modegeschäft in der Fußgängerzone

dzEinzelhandel

Wieder verschwindet ein inhabergeführtes Geschäft aus der Fußgängerzone: Juliane Schnettler schließt zum 22. Dezember ihren Street-One-Cecil-Store. Zurzeit läuft der Räumungsverkauf.

Lünen

, 26.11.2018, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es sind mehrere Gründe, warum Juliane Schnettler (50) ihr Geschäft an der Lange Straße 53 aufgibt. 15 Jahre war sie als Einzelhändlerin in Lünen mit Mode präsent. Zunächst sechs Jahre an der Lange Straße 25, zuletzt neun Jahre an der Lange Straße 53. Auch im Vorstand des City-Rings ist sie aktiv.

„Der Markt verändert sich“, erläutert Juliane Schnettler. Beratung werde zwar nachgefragt, aber letztlich nicht genügend honoriert. Auch private Gründe spielen für die Geschäftsfrau eine Rolle. Sie kommt seit Jahren aus Münster und seit einiger Zeit aus Arnsberg. Der Aufwand des täglichen Pendelns ist hoch. Daher jetzt der Schlussstrich. „Sicherlich ist Wehmut dabei, ich habe in Lünen viele lieb gewonnene Stammkunden“, sagt Juliane Schnettler. Sie lobt auch ihr „super Team“, drei Mitarbeiterinnen, die sich jetzt etwas Neues suchen müssen. „Für sie tut es mir leid“, sagt Juliane Schnettler. Zurzeit läuft der Räumungsverkauf. Bis zum 22. Dezember ist das Geschäft noch geöffnet.

Nachvermietung ist geregelt

„Es ist immer ein Verlust, wenn ein Inhaber geführtes Geschäft verschwindet“, sagt City-Ring-Vorsitzender Helmut von Bohlen. „Ich finde es sehr traurig, dass Juliane Schnettler geht, denn sie hat hervorragende Arbeit im Vorstand geleistet.“ Für von Bohlen ist es gerade die Vielfalt, die den Lüner Einzelhandel ausmacht. Es gibt Filialen von Ketten in der City, die ihre Berechtigung hätten, wichtig seien aber auch individuellere Geschäfte.

Vermieter Dieter Wyes kündigt an, dass es nach der Schließung des Street One- und Cecil-Stores keinen Leerstand geben wird. „Wir haben eine Nachfolge-Lösung und auch weiter vermietet“, erklärt er. Wer einziehen wird, dazu äußert sich Wyes nicht. Nur so viel: Es wird am Standort etwas umgebaut und am 1. Februar etwas Neues geben.

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