Räumung des Berliner Weihnachtsmarkts: Verdächtige aus Salafismus-Szene

Breitscheidplatz

Am Samstag wurde der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz geräumt. Zwei verdächtige Männer hatten den Einsatz ausgelöst. Laut Polizei sollen sie der salafistischen Szene angehören.

Berlin

22.12.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Räumung des Berliner Weihnachtsmarkts: Verdächtige aus Salafismus-Szene

Menschen gehen durch den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche. Nach Hinweisen auf einen möglicherweise verdächtigen Gegenstand hat die Polizei am 21.12.2019 den Berliner Weihnachtsmarkt geräumt. © picture alliance/dpa

Die beiden verdächtigen Männer, die am Samstag den Polizeieinsatz auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ausgelöst hatten, gehören laut Polizei der salafistischen Szene an. Das sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Sonntag. Ob sie damit auch als islamistische „Gefährde“ eingestuft werden, sagte der Sprecher nicht.

Weitere Erkenntnisse dazu gebe es nicht, hieß es. Festgenommen wurde keiner der Männer. Die Polizei stellte aber ihre Identitäten fest. Sie hätten in Berlin gelebt, sagte Cablitz.

Der Salafismus ist eine islamistische Strömung. Als „Gefährder“ bezeichnet man im Bereich der politisch motivierten Kriminalität Menschen, denen man schwere Gewalttaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Männer entfernten sich schlagartig, als sie die Polizei sahen

Es handelt sich lauf Cablitz um 21 und 24 Jahre alte syrischstämmige Männer. Sie wurden am Samstag in Gewahrsam genommen, als sie sich auf dem Weihnachtsmarkt verdächtig benommen hatten.

Die Männer waren einer Polizeistreife aufgefallen, weil sie sich „schlagartig entfernt“ und dabei auch Leute beiseite gedrängt hatten, wie es am Sonntag heiß. Daraufhin wurde der Weihnachtsmarkt geräumt, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass dort ein verdächtiger Gegenstand abgelegt wurde.

RND/dpa

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