Radweg soll über das alte Zechengelände führen

ADFC-Bürgerantrag

Einer seit langem bekannten Idee will der ADFC neues Leben einhauchen. Er fordert einen Radweg über das alte Zechengelände. So eine Trasse hätte gleich einen doppelten Nutzen.

Werne

, 13.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Radweg soll über das alte Zechengelände führen

Der vom ADFC geforderte Radweg soll von Rünthe kommend weiter geradeaus quer über das brachliegende Zechengelände bis zur Flöz-Zollverein-Straße und möglicherweise noch weiter führen. Nach links soll eine Abzweigung Richtung Südring und dann am Stadtpark entlang zum Solebad führen. © Jörg Heckenkamp

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) aus Werne will mit einem Bürgerantrag Druck in der Sache machen. „Wir haben am Donnerstag den Bürgerantrag beim Bürgermeister abgegeben“, sagt ADFC-Sprecher Winfried Hoch.

Die Forderung lautet: „(...) die umgehende Erstellung einer kurzwegigen Anbindung des Radfußweges auf der ehemaligen Bahntrasse neben der B233 an den Südring (um die Halde herum) und an die Flöz-Zollverein-Straße bzw. möglichst auch an die Freiherr-vom-Stein-Straße, um eine kurze Anbindung an das Solebad, den Friedhof, die Freilichtbühne, usw. einerseits und an die Innenstadt andererseits zu schaffen (...).“

Radweg soll über das alte Zechengelände führen

ADFC-Sprecher Winfried Hoch zeigt den Verlauf des geforderten Radweges mitten über das brachliegende Zechengelände. © Jörg Heckenkamp

Vorteil dieser Lösung: Die aus Richtung Rünthe kommenden Radfahrer müssten nicht mehr die vielbefahrene Kamener Straße oder den großen Umweg über die Lippestraße nutzen.

Der Nachteil dieser Lösung: Die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Grundstückes, der RAG Montan-Gesellschaft, gestalten sich schwierig.

„Aber das sind Probleme, die man versuchen muss, zu lösen“, sagt Winfried Hoch. Über einen Radweg, der quer über die Zechenbrache führe, werde schon lange mit der Stadt gesprochen, ohne „absehbaren Erfolg“, heißt es in dem ADFC-Bürgerantrag.

Verkehrswende zugunsten des Radverkehrs einleiten

Angesichts des Klimawandels und der Gefahren des motorisierten Verkehrs sollte die Politik zügig für eine Verkehrswende eintreten, heißt es in dem Antrag: „Das heißt hier, für Radfahrer und Fußgänger attraktive Wege zu schaffen, um den Umstieg weg vom Auto zu fördern“.

Eine solche vom Fahrradclub geforderte Verbindung könne später als Anbindung an den geplanten Radschnellweg 1 dienen. Zudem würden Freizeitradler auf der Römer-Lippe-Route besser zum Solebad und in die Innenstadt gelangen. Unter den jetzigen Bedingungen sei es höchst unattraktiv, von Rünthe aus Richtung Werne mit dem Rad zu fahren.

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