Radstation am Werner Bahnhof schließt zum Ende des Jahres

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Elf Jahre konnten Pendler ihre Fahrräder am Bahnhof bei der Radstation abstellen – damit ist ab Ende des Jahres Schluss. Und die Schließung der Station hat einen weiteren negativen Aspekt.

Werne

, 22.11.2018, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein kleiner Zettel dürfte bei manch einem Pendler am Werner Bahnhof für Unmut gesorgt haben: Die Radstation stellt zum Ende des Jahres ihren Betrieb ein, ist darauf zu lesen.

„Ich wurde am Mittwochmorgen davon überrumpelt“, sagt Susanne Eckelt, die die Radstation seit der Eröffnung 2007 genutzt hat. Täglich pendelt sie für ihre Arbeit von Werne nach Dortmund und stellt ihr Fahrrad in der Radstation ab.

Schließung aus „fördertechnischen Gründen“

Damit ist ab Freitag, 14. Dezember, allerdings Schluss – dann bleibt die Radstation leer. „Wir hatten dort eine sehr gehaltvolle Zeit und haben dort gerne gearbeitet“, sagt Klaus Eckhardt, Technischer Leiter der Sozialwerkstatt. „Doch aus „fördertechnischen Gründen können wir unser Angebot nicht aufrecht erhalten“, so Eckhardt weiter. Was genau das bedeutet, darauf möchte Eckhardt nicht weiter eingehen.

Radstation am Werner Bahnhof schließt zum Ende des Jahres

Elf Jahre war die Radstation am Werner Bahnhof geöffnet. © Mario Bartlewski

Klar ist hingegen, dass Pendler wie Eckelt sich zukünftig umgewöhnen müssen. „Ich finde das nicht gut. Werne wird immer unkomfortabler“, sagt sie. Die Jacke auf dem Rad lassen, kleine Reparaturen machen lassen oder trotz Regen auf ein trockenes Fahrrad steigen – das wird zukünftig nicht mehr möglich sein. „Die Fahrräder werden kreuz und quer stehen. Das ist nicht schön.“

Lage am Werner Bahnhof sei nicht optimal gewesen

Knapp 130 Stellplätze hat das Unternehmen am Werner Bahnhof angeboten. Doch so richtig ausgelastet war man dort nie. „Die Lage ist nicht optimal“, so Eckhardt. „Es fahren schlichtweg nicht genug Züge von Werne.“ In Hamm sei die Situation beispielsweise eine ganz andere.

Wer die Radstation genutzt habe, sei allerdings zufrieden gewesen mit dem Angebot und dem Service, sagt Eckhardt.

Auch der anliegende Kiosk schließt

Doch nicht nur die Radstation schließt, sondern auch der anliegende Kiosk, an dem sich Pendler mit Kaffee und Co. versorgen können.

Wie es mit dem Gebäude weitergeht, ist noch nicht klar. Vom 14. Dezember bis zum Jahresende muss die Radstation das Gebäude noch umbauen. „Ich hoffe, dass man eine andere Institution findet, die hier wieder alles nutzen kann.“

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