RWE: Produktion normal trotz Blockade der Hambach-Kohlebahn

Die Blockade der Kohle-Transportbahn am rheinischen Tagebau Hambach hat laut RWE bisher keine Folgen für die Leistung der Kraftwerke. Man habe mit den Protesten gerechnet und die Bunker an den Kraftwerken entsprechend mit Kohlebeständen gefüllt, sagte ein RWE-Sprecher am Sonntag auf Anfrage. Rund 2000 Aktivisten hatten auch die Nacht zuvor auf den Gleisen der Hambach-Bahn verbracht, über die die Kohle in die Kraftwerke gebracht wird. Ein Großteil der jungen Leute zog aber am Sonntag nach einer Aufforderung der Polizei ab, die mit der Räumung begann. Der RWE-Sprecher berichtete, es sei bislang nicht zu Produktionseinschränkungen infolge der Blockade gekommen.

29.10.2018, 21:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
RWE: Produktion normal trotz Blockade der Hambach-Kohlebahn

Umweltaktivisten des Aktionsbündnis „Ende Gelände“ verlassen in einem Demonstrationszug ihr Lager in Düren in Richtung des Tagebaus Hambach. Foto: David Young

Es seien aber Straftaten verübt worden, die für das Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden in noch nicht zu beziffernder Höhe bedeuteten. Nach der Räumung müsse RWE zunächst aus Sicherheitsgründen Schienen und Gleisbett untersuchen, möglicherweise Ausbesserungen vornehmen. Nach Angaben des Aktionsbündnisses Ende Gelände ketteten sich einige Aktivisten am Sonntag an den Schienen fest. Sollte die Räumung im Tagesverlauf abgeschlossen werden, kann die Hambach-Bahn laut RWE wieder zügig in einen geregelten Betrieb übergehen.

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