RWE-Chef Schmitz: Strukturwandel braucht Zeit

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hat für einen geordneten Ausstieg aus der Braunkohle mit langen Übergangsfristen geworben. „Der Kohleausstieg läuft längst. Aber Strukturwandel braucht Zeit“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns der Deutschen Presse-Agentur. „Wir brauchen 20 Jahre bis 25 Jahre, um die Braunkohle geordnet zu Ende zu führen.“ Sinnvoll wäre aus Schmitz' Sicht ein „öffentlich-rechtlicher Vertrag“, um Planungssicherheit zu geben. „Aber bis 2035 oder 2038 ist ein Kohleausstieg nicht machbar. Das ist für einen geordneten Ausstieg zu früh“, betonte er.

25.10.2018, 06:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
RWE-Chef Schmitz: Strukturwandel braucht Zeit

Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, im Gespräch. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

An diesem Donnerstag tagt in Berlin erneut die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, die bis Ende dieses Jahres einen Plan für den deutschen Kohleausstieg vorlegen soll. In den kommenden Tagen will sie einen Zwischenbericht verabschieden, in dem es um den Strukturwandel in den Kohlerevieren und um Chancen für neue Jobs geht. Deutschland muss die Stromgewinnung aus Kohle beenden, um Verpflichtungen im Klimaschutz zu erfüllen. Derzeit gibt es Genehmigungen zum Kohleabbau bis weit in die 2040er Jahre hinein.

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