RTL-Umsatz zieht an: Nachfrage nach „TV Now“ steigt

Eigene Fernsehproduktionen und eine gestiegene Nachfrage nach dem hauseigenen Streamingdienst haben die Sendergruppe RTL auf den höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte gehievt. Die Erlöse der RTL Group stiegen im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent auf 3,17 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Wachstumstreiber blieben die Digitalgeschäfte, also zum Beispiel die Produktionsgesellschaft Fremantle und der Streamingdienst „TV Now“ - dieser noch recht kleine Konzernbereich schnellte um 21 Prozent auf 513 Millionen Euro Umsatz nach oben.

28.08.2019, 09:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Tochterfirma Fremantle produziert Serien auch für die Konkurrenz, etwa die ARD-Reihe „Charité“ und „American Gods“ für Amazon Prime. Auf der deutschen RTL-Streamingplattform „TV Now“, die wiederum im Wettbewerb mit Netflix und Amazon Prime steht, sind Eigenproduktionen wie „M - eine Stadt sucht einen Mörder“ zu sehen.

Kleiner Haken an der boomenden Digitalsparte: Da diese Geschäfte weniger profitabel sind als das klassische Fernsehgeschäft, wirtschaftete RTL insgesamt nicht so profitabel wie zuvor. Das Betriebsergebnis (Ebita) sank sogar leicht um 10 Millionen auf 538 Millionen Euro - dies lag an höheren Investitionen in Programminhalte, so kostete die Übertragung von Spielen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft viel Geld.

Der Nettogewinn in dem Halbjahr ließ sich dennoch sehen - er kletterte sogar um etwa ein Viertel auf 443 Millionen Euro. Hauptgrund für das Plus war der Verkauf des Münchner Rechteinhabers Universum Film für netto 63 Millionen Euro an den Investor KKR. Die RTL-Gruppe sitzt in Luxemburg. Ihre wichtigste Tochterfirma, RTL Deutschland, hat ihre Zentrale wiederum in Köln.

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