Prozessauftakt um versuchten Mord an Mutter in Jüchen

Acht Monate nach dem mörderischen Messerangriff auf eine 29 Jahre alte Mutter zweier Kinder in Jüchen hat in Mönchengladbach der Prozess gegen ihren Ehemann begonnen. Der 35-Jährige ist am Landgericht wegen versuchten Mordes angeklagt. Das zur Tatzeit getrennt lebende Paar war aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und hat zwei Kinder. Der Ehemann war einen Monat nach der Tat von Zielfahndern in Italien aufgespürt und festgenommen worden.

07.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Prozessauftakt um versuchten Mord an Mutter in Jüchen

Auf einem Tisch liegt am ein Richterhammer aus Holz, darunter liegt eine Richterrobe. Foto: Uli Deck/Archivbild

Die Frau war auf offener Straße attackiert worden und hatte selbst Hinweise auf den Angreifer geben können. In der Nähe des Tatorts hatten die Beamten ein Messer entdeckt. Die zweifache Mutter überlebte die lebensgefährliche Attacke. Der Ehemann schwieg am Freitag zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen.

Ein Jahr vor der Bluttat hatte der Angeklagte bereits für Aufsehen gesorgt, als er versucht haben soll, die beiden gemeinsamen Kinder ohne Wissen der Mutter in den Iran zu verschleppen. Während seine Frau beim Deutschkurs war, verschwand er mit den Kindern. An der ungarischen Grenze wurde er gestoppt. Der Vorwurf der Kindesentziehung ist nun Teil der Anklage.

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