Prozessauftakt: Mann soll Unternehmer niedergestochen haben

Weil er einen Unternehmer in Düsseldorf niedergestochen haben soll, muss sich ein 26-Jähriger seit Dienstag vor Gericht verantworten. Der Flüchtling aus dem Irak ist wegen versuchten Totschlags angeklagt.

03.09.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er soll im März vor einem Restaurant mit dem 52-jährigen späteren Opfer in Streit geraten sein, ein Messer gezückt und drei Mal zugestochen haben. Die Attacke war laut Anklage lebensgefährlich, weil einer der Stiche eine Arterie nur knapp verfehlt habe.

Der Angeklagte und ein Begleiter sollen stark betrunken gewesen sein, herumgepöbelt und randaliert haben. Als sie der 52-Jährige deswegen zur Rede stellte, soll der 26-Jährige zu einem Butterfly-Messer gegriffen haben.

Während der Angeklagte bei der Polizei angegeben hatte, zum ersten Mal in seinem Leben Alkohol getrunken zu haben und sich an nichts erinnern zu können, lieferte er am Dienstag eine andere Version: Der Unternehmer habe ihn geschubst, und immer wieder bedrängt. Er sei dabei mehrfach zu Boden gegangen und habe in seiner Not zu einem Obstmesser gegriffen und panisch um sich gestochen.

Der 26-jährige Iraker war 2015 über Österreich nach Deutschland gekommen. 2016 war sein Asylantrag abgelehnt worden. Er ist laut Gericht vorbestraft und stand zur Tatzeit unter Bewährung: Wegen Körperverletzung war er zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht hat sechs Verhandlungstage für den Fall angesetzt.

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