Vergiftete Pausenbrote: Nebenkläger berichten von Leiden

Im Prozess um vergiftete Pausenbrote haben am Montag zwei Nebenkläger über ihren jahrelangen rätselhaften körperlichen Verfall berichtet. Die heute 27 und 67 Jahre alten Kollegen des Angeklagten Klaus O. sagten in dem Verfahren am Landgericht Bielefeld als Zeugen aus, wie sie über Jahre immer wieder ins Krankenhaus kamen, die Ärzte aber lange keine Ursache für ihre Leiden fanden. Heute sind beide schwer nierenkrank.

26.11.2018, 00:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beide berichteten, dass in ihren Wasserflaschen auffällige Schwebeteilchen gewesen seien. Der Jüngere schilderte, wie er immer wieder auffällige Schmutzpartikel und Pulver auf seinen Pausenbroten in dem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock fand. Zwar habe er überlegt die Polizei einzuschalten. Er hatte aber Angst, sich zu blamieren. „Heute bereue ich das sehr“, sagte der gelernte Industriemechaniker. 2018 ging er dann zur Polizei.

Ein drittes Opfer liegt mit schweren Hirnschäden seit Jahren im Wachkoma und ist ein Pflegefall.

Die Anklage wirft dem 57-jährigen Klaus O. versuchten Mord sowie schwere und gefährliche Körperverletzung vor. Bislang äußert sich der Deutsche nicht zu den Vorwürfen. Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft, dass der Angeklagte den körperlichen Verfall der Kollegen über Jahre beobachten wollte.

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