Prozess um vergiftete Pausenbrote: Eltern sagen aus

Im Strafprozess um vergiftete Pausenbrote vor dem Landgericht Bielefeld sagen heute die Eltern eines der drei Opfer als Zeugen aus. Ihr Sohn liegt seit Jahren mit Hirnschäden im Wachkoma. 2016 hatte sich der Student eine schwere Quecksilbervergiftung zugezogen. Laut Anklage ist Klaus O. dafür verantwortlich. Der 57-Jährige soll seinen Kollegen vergiftet haben, als der in den Semesterferien in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock gearbeitet hatte.

19.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Prozess um vergiftete Pausenbrote: Eltern sagen aus

Blick auf den Eingang vom Landgericht Bielefeld. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Die Anklage lautet auf versuchten Mord. Der Deutsche soll mehrere seiner Arbeitskollegen über Jahre mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten vergiftet haben. Zwei von ihnen treten als Nebenkläger auf und haben bereits als Zeugen ausgesagt. Der Angeklagte hat sich bislang nicht geäußert. Sein Motiv ist rätselhaft. Die Anklage vermutet, dass er den langsamen körperlichen Verfall der Kollegen beobachten wollte.

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