Prozess um tödliche Schüsse aus Auto beginnt

Sieben Monate nach tödlichen Schüssen aus einem Auto in Wuppertal beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Schützen. Der 33 Jahre Angeklagte soll mit seinem Wagen rechts neben dem seines Opfers gehalten und auf offener Straße sieben Kugeln aus einer halbautomatischen Waffe auf ihn abgefeuert haben, heißt es in der Anklage. Vom 27. November an muss sich der Albaner wegen Totschlags vor dem Landgericht in Wuppertal verantworten, teilte das Gericht am Freitag mit.

09.11.2019, 06:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess um tödliche Schüsse aus Auto beginnt

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

Das Opfer, ein 36-jähriger Landsmann, war bei dem sogenannten Drive-by-Shooting von mehreren Schüssen getroffen worden und erlag neun Tage später seinen Verletzungen. Er hatte noch versucht, sich vor dem Kugelhagel in Sicherheit zu bringen: Der Schwerverletzte war neben seinem Wagen auf der Fahrbahn liegend entdeckt worden. Der Tatort lag an einer Kreuzung in der Nähe eines belebten Kneipenviertels.

Zeugen hatten die Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Ein auf Youtube eingestelltes Video zeigte, wie sich Passanten um den blutüberströmten Mann auf der Fahrbahn kümmerten. Auf dem Bürgersteig lag in unmittelbarer Nähe eine Pistole. Die Polizei hatte berichtet, dass das Opfer für sie kein Unbekannter war. Das Gericht hat für den Fall zwölf Verhandlungstage eingeplant.

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