Prozess um illegales Autorennen unterbrochen

Ein Prozess wegen eines mutmaßlichen illegalen Autorennens ist am Düsseldorfer Amtsgericht ausgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft soll Gelegenheit zur Prüfung haben, ob das Verfahren gegen die beiden 31 und 24 Jahre alten Angeklagten eingestellt wird. Am Montag, dem ersten Verhandlungstag, hatte lediglich ein Zeuge erklärt, die Motoren der hochtourigen Wagen hätten vor einer roten Ampel aufgeheult. Fünf weitere Zeugen erklärten, sie hätten nur gesehen, wie die Wagen mit hohem Tempo über eine zweispurige Straße in Düsseldorf rasten. Einen Beleg für eine Rennabsprache konnte der Richter nicht erkennen.

24.06.2019, 06:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beide Autos waren im vergangenen Jahr Mitte August nachmittags an einer Engstelle kollidiert. Der 24-Jährige hatte das Auto seiner Mutter gelenkt, das erst an einer Laterne landete und dann mit Tempo 75 gegen eine Hauswand knallte. Beide Männer bestritten, ein Rennen gefahren zu sein. Der jüngere Angeklagte bekam noch im Gerichtssaal seinen Führerschein zurück. Der 31-Jährige ist bereits unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Der 24-Jährige sagte, er sei an dem Tag auf dem Weg von der Universität zu seiner Ex-Freundin gewesen. Er habe wegen der Trennung schlechte Laune gehabt, sei „zügig“ gefahren und habe den anderen erst bemerkt, als der ihn überholte. Ein vom Gericht geladener Sachverständiger war am Montag nicht erschienen. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht festgesetzt.

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