Prozess um Mord in Blumenladen beginnt

Vor einem halben Jahr kam es in Neuss zu grausamen Szenen: Ein Mann eröffnete auf offener Straße das Feuer auf eine junge Frau. Die suchte vergeblich Schutz in einem Blumenladen. Nun wird das Geschehen vor Gericht aufgearbeitet.

29.10.2019, 18:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess um Mord in Blumenladen beginnt

Die Statue Justizia. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Nach den tödlichen Schüssen in einem Blumenladen in Neuss muss sich von heute an ein 32-Jähriger wegen Mordes in Düsseldorf vor Gericht verantworten.

Laut Anklage hatte der Mann sein Opfer, eine 27-jährige Frau, erst vergewaltigen und dann töten wollen. Nach den Schüssen hatte er sich auf Bahngleise nahe dem Tatort gelegt, war von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden.

Der Staatsanwalt wirft dem Meerbuscher noch eine weitere Tat vor, die sich bereits 2016 ereignet haben soll: Damals soll er eine andere Frau - seine damalige Freundin - zum Oralverkehr gezwungen haben.

Am Neujahrstag 2019 soll er dann versucht haben, sein späteres Opfer zu vergewaltigen. Nach Polizeiangaben hatte sie am 3. April vor dem Amtsgericht erwirkt, dass der Mann sich ihr nicht mehr nähern dürfe.

Rund drei Wochen später soll er ihr Ende April aufgelauert und auf sie geschossen haben. Die 27-Jährige hatte noch vergeblich versucht, sich in einen Blumenladen zu flüchten.

Der deutsche Angeklagte hat die Tat bislang nicht gestanden. Er soll sich mal auf Erinnerungslücken berufen und mal bestritten haben, der Täter zu sein. Das Gericht hat für den Fall 17 Verhandlungstage angesetzt.

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