Prozess um Baby-Tod: Pflegevater gibt heftiges Schütteln zu

Ein einjähriger Junge stirbt an schweren Kopfverletzungen. Jetzt hat der angeklagte Pflegevater zugegeben, das Kind zumindest geschüttelt zu haben. Mehr wisse er nicht.

09.08.2019, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess um Baby-Tod: Pflegevater gibt heftiges Schütteln zu

Justizmitarbeiter stehen im Landgericht in Hagen vor der Tür des Verhandlungssaals. Foto: Bernd Thissen/Archivbild

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines einjährigen Säuglings hat der angeklagte Pflegevater ein Teilgeständnis abgelegt. Der 30-Jährige gab zu, den Jungen im Dezember 2018 hochgenommen und geschüttelt zu haben, um ihn zu beruhigen. „Ich wollte ihn aber nicht töten und auch nicht verletzten“, sagte er am Freitag im Prozess am Hagener Landgericht.

Laut Anklage soll der Heizungsbauer außerdem mit dem Rohr eines Staubsaugers auf den Kopf des Pflegekindes eingeschlagen haben. Daran will sich der Deutsche aus Plettenberg aber nicht erinnern können. Er sei erst wieder zu sich gekommen, als der Junge gekrampft habe.

Auslöser seines Ausrasters sei Stress gewesen. Er habe sich erst auf der Arbeit geärgert. Später habe der Junge nicht aufgehört zu weinen, als er sich um den Haushalt kümmern musste. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf Totschlag und Misshandlung von Schutzbefohlenen.

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