Prozess gegen „falsche Polizisten“: 170 000 Euro Beute

Immer wieder werden ältere Menschen zum Opfer von Telefonbetrügern. Die Masche „falscher Polizist“ ist dabei eine gern gewählte Methode. Jetzt stehen drei mutmaßliche Betrüger vor Gericht.

25.10.2018, 02:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess gegen „falsche Polizisten“: 170 000 Euro Beute

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht Bonn angebracht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Als „falsche Polizisten“ sollen drei Angeklagte ältere Menschen um insgesamt 170 000 Euro gebracht haben. Heute beginnt vor dem Bonner Landgericht der Prozess wegen gewerbsmäßigen Betrugs in fünf Fällen. Laut Anklage gaben sich die Männer am Telefon als Polizeibeamte aus und warnten vor einer Einbrecherbande, die angeblich in der Nachbarschaft unterwegs sei. Die Angerufenen sollten ihr Geld und ihre Wertsachen vorsichtshalber der Polizei zur Verwahrung übergeben. Im Telefon-Display erschien dabei die Nummer 110.

Mehrere Opfer fielen auf die Betrüger herein und übergaben einem Mittelsmann hohe Geldbeträge. Eine 82 Jahre alte Rentnerin aus Alfter bei Bonn jedoch wurde misstrauisch und informierte die echte Polizei. Bei einer fingierten Geldübergabe klickten die Handschellen.

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