Prozess: Nach Amoklauf in Kanzleien Mordversuch im Knast

Für einen Amoklauf in mehreren Anwaltskanzleien im Rheinland sitzt ein 53-jähriger Chinese längst im Knast. Dort soll er versucht haben, aus Rache einen Mithäftling zu töten. Nun steht er erneut vor Gericht.

20.11.2018, 05:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Prozess: Nach Amoklauf in Kanzleien Mordversuch im Knast

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: D.- W. Ebener/Archiv

Wegen eines versuchten Mordes im Gefängnis beginnt heute vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess gegen einen 53-jährigen Chinesen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, einen Mithäftling im Februar 2017 mit einem scharfen Gegenstand angegriffen zu haben, um ihn zu töten. Justizbeamte gingen in der JVA Bielefeld-Brackwede dazwischen und verhinderten Schlimmeres.

Die beiden Häftlinge hatten 2014 gemeinsam im Gefängnis in Düsseldorf gesessen. Dort soll der drei Jahre später angegriffene Mann den Chinesen bei der Anstaltsleitung wegen geplanter Straftaten verpfiffen haben. Wegen einer Justizpanne wurden die beiden später in Bielefeld in dieselbe JVA verlegt. Die Anklage geht nun von einem Racheakt aus.

Im Gefängnis in Düsseldorf saß der Chinese, weil er im Februar 2014 bei einem Amoklauf in mehreren Anwaltskanzleien im Rheinland drei Morde, zwei Brandstiftungen und weitere schwere Straftaten begangen hatte. 600 Polizeibeamte versuchten damals, ihn in Düsseldorf und Erkrath zu stoppen.

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