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Preisabsprachen bei Edelstahl: Millionen-Bußgeld verhängt

Wegen verbotener Preisabsprachen und des Austauschs wettbewerblich sensibler Informationen hat das Bundeskartellamt gegen sechs Edelstahlunternehmen und einen Branchenverband Bußgelder von insgesamt rund 205 Millionen Euro verhängt. Eingeleitet worden sei das Verfahren Ende 2015 nach einem sogenannten Kronzeugenantrag des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine, berichtete das Kartellamt am Donnerstag in Bonn.

12.07.2018
Preisabsprachen bei Edelstahl: Millionen-Bußgeld verhängt

Ein Arbeiter in einer Edelstahl-Gießerei. Foto: Oliver Berg/Archiv

Von den Geldbußen betroffen seien neben den Edelstahlunternehmen und einem mittlerweile aufgelösten Branchenverband auch zehn Personen. Gegen vier weitere Unternehmen und einen Verband dauerten die Ermittlungen noch an.

„Die Unternehmen haben über Jahre hinweg wichtige Preisbestandteile beim Vertrieb von Edelstahl abgesprochen“, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. Die betroffenen Firmen, darunter die Stahlkonzerne ArcelorMittal und Saarstahl AG, hätten die Vorwürfe eingeräumt und einer einvernehmlichen Beendigung des Verfahrens zugestimmt, hieß es. ArcelorMittal, Saarstahl und das Schwerter Unternehmen Zapp Precision Metals GmbH hätten zudem bei der Aufklärung des Falls mit dem Kartellamt kooperiert, so dass dies bei der Höhe des Bußgelds berücksichtigt worden sei.

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