Polizist von Gewalt-Vorwurf freigesprochen

Ein 27-jähriger Polizist ist in Düsseldorf vom Vorwurf der Misshandlung eines randalierenden Bordellgastes freigesprochen worden. Nach Anhörung von drei Augenzeugen sei erwiesen, dass der Beamte bei dem Einsatz nicht übertrieben hart vorgegangen sei, befand ein Amtsrichter am Donnerstag. Es sei gerechtfertigt gewesen, den betrunkenen Mann am Boden zu fixieren und ihm Handfesseln anzulegen.

19.12.2019, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizist von Gewalt-Vorwurf freigesprochen

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/dpa

Den Polizeieinsatz im Foyer des Bordells hatte eine
Überwachungskamera dokumentiert. Drei Mitarbeiter des Clubs wurden Augenzeugen des Einsatzes. Der Geschäftsführer des Bordells hatte einem Szene-Polizisten das Überwachungsvideo zugespielt und so die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Er hatte zuvor selbst die Polizei gerufen. Ihn habe geärgert, dass sich der Vorfall geschäftsschädigend vor den Augen anderer Bordellgäste abgespielt habe, sagte er am Donnerstag.

Der Polizist war daraufhin wegen Körperverletzung im Amt angeklagt worden. Er hatte den Vorwurf zurückgewiesen: Für ihn sei es ein ganz normaler Einsatz gewesen. Um den Mann zu fesseln, habe er ihm das Knie in den Rücken gedrückt und versucht, seinen Widerstand mit einem sogenannten Blendschlag zu brechen. Dieser werde in der Ausbildung so gelehrt.

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