Polizist stirbt durch Schuss eines Kollegen: Bewährung

Ein Polizist, der einen Kollegen bei einem Schießtraining versehentlich tödlich verletzt hatte, ist am Montag in Bonn zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Bonn verurteilte ihn zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Der Richter sprach von einem „tragischen Fall“, der im Prozess nicht restlos habe aufgeklärt werden können.

02.09.2019, 01:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Staatsanwalt hatte in der vergangenen Woche für den Todesschützen drei Jahre Haft wegen fahrlässiger Tötung beantragt. Der Verteidiger hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert.

Der 23 Jahre alte Angeklagte hatte am 26. November 2018 den gleichaltrigen Kollegen auf dem Weg zum Schießtraining im Bonner Polizeipräsidium von hinten mit der schussbereiten Dienstwaffe in den Nacken geschossen. Zwei Wochen später starb der Kollege an den Folgen der schweren Verletzung. Der Angeklagte hat immer wieder beteuert, dass der Schuss ein Unfall gewesen sei.

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