Rund 270 Pegida-Anhänger treffen auf 1100 Gegendemonstranten

Zu einem Protestmarsch des islamfeindlichen Bündnisses Pegida NRW sind am Sonntagnachmittag laut Polizei rund 270 Teilnehmer am Duisburger Hauptbahnhof zusammengekommen. Zu mehreren Gegendemos kamen nach Polizeiangaben rund 1100 Teilnehmer. Es blieb weitgehend friedlich, teilte die Polizei am Abend mit. In 22 Fällen erstatteten die Beamten allerdings Anzeige - unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

17.11.2019, 01:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Marsch hatte sich gegen 16 Uhr in Bewegung gesetzt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Einsatzkräfte waren unter anderem mit Pferden und einem Wasserwerfer vor Ort, um die Lager voneinander fernzuhalten. Vereinzelt habe es Versuche aus dem Lager der Gegendemonstranten gegeben, die Absperrungen zu durchbrechen, sagte die Sprecherin der Polizei. Mit einer Sitzblockade wollten Demonstranten den Pegida-Marsch aufhalten.

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz rechnet Pegida NRW einer sogenannten Mischszene zu. Sie setze sich aus Rechtsextremisten, Rechtspopulisten, Angehörigen der Hooligan- und Rockerszene sowie sogenannten „Wutbürgern“ zusammen.

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