Polizei schreitet gegen Hochzeitskorsos ein: Strafanzeigen

Die Polizei in Nordrein-Westfalen ist an diesem Wochenende erneut bei Hochzeitskorsos eingeschritten. Am Samstag stoppten Beamte einen Korso an einer Autobahnraststätte in Gütersloh und kassierten von vier Fahrern die Führerscheine. Teilnehmer der Hochzeitsgesellschaft hätten zuvor in der Bielefelder Innenstadt eine Straße komplett blockiert und ein bengalisches Feuer entzündet, hieß es in einer Polizeimitteilung von Sonntag. Zeitweise behinderten dabei 15 Pkw den übrigen Verkehr. Die Feiernden stammten den Angaben zufolge überwiegend aus Norddeutschland und Belgien.

01.09.2019, 11:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Bielefeld schrieben die Beamten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und erteilten den Hochzeitsgästen strikte Verhaltensregeln. Kurz darauf hätten einige Fahrzeuge den Korso jedoch in Richtung die Autobahn 2 fortgesetzt. Unterwegs seien sie Schlangenlinien gefahren und hätten andere Autofahrer ausgebremst. Die Polizei kontrollierte die Fahrer deshalb an der Raststätte erneut und erstattete vier weitere Anzeigen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Bereits am Freitagnachmittag war in Dortmund die Polizei gerufen worden, nachdem aus einem Hochzeitskorso einzelne Schüsse und auch Schusssalven zu hören gewesen seien. Die Beamten kontrollierten acht Autos. Ein 28-Jähriger habe zugegeben, mit einer Schreckschusswaffe geschossen zu haben, teilte die Polizei am Sonntag mit. In seinem Wagen fanden die Polizisten die Waffe und Munition. Weil der 28-Jährige keinen Waffenschein besaß, bekam er eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

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