Polizei sagt Unfallflüchtigen den Kampf an

In Sachen Unfallflucht will die Polizei das Unrechtsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer schärfen. Im Kreis Recklinghausen und in Bottrop sollen Zeugenbriefkästen dabei helfen.

29.11.2018, 17:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei sagt Unfallflüchtigen den Kampf an

Das Blaulicht eines Polizeifahrzeugs. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Mit sogenannten Zeugenbriefkästen will die Polizei Recklinghausen die Zahl der Unfallfluchten in ihrem Zuständigkeitsbereich verringern. Wer eine Unfallflucht beobachtet, kann ab sofort der Polizei über die Briefkästen einen Hinweis auf den Flüchtigen oder das flüchtige Fahrzeug geben. An den Kästen und im Internet gibt es entsprechende Formulare. Am Donnerstag wurden vier Kästen in Geschäften und Einkaufszentren in Recklinghausen, Marl, Castrop-Rauxel und Bottrop aufgehängt. Die Kreispolizei beteiligt sich damit an der landesweiten Aktion „Unfallflucht ist unfair“. Zeugenbriefkästen gibt es nach Angaben eines Sprechers bislang nur in Duisburg.

Die Bereitschaft, nach einem Unfall seine Beteiligung anzuzeigen, habe in den vergangenen Jahren bei vielen Menschen deutlich abgenommen, sagte Recklinghausens Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen laut einer Mitteilung. Zudem habe von 2014 bis 2017 die Zahl der Verkehrsunfallfluchten um 40 Prozent auf über 4900 zugenommen. Eine Verhaltensänderung will die Polizei auch durch Plakate, soziale Medien und Hinweise in Bussen erreichen.

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