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Polizei meldet Ermittlungserfolg: Schüler gesteht Erpressung

Erpressung der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule in Schwerte geklärt

Der Fall der Erpressung an der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule ist aufgeklärt. Die Polizei hatte den Computer eines Minderjährigen beschlagnahmt. Der hat die Tat nun eingeräumt. Es ging ihm nicht ums Geld.

Schwerte

, 18.06.2018
Polizei meldet Ermittlungserfolg: Schüler gesteht Erpressung

Drei Tage lang war die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule nach dem Erpressungsversuch geschlossen. © Foto: Bernd Paulitschke

Der Erpresser der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule ist gefasst. Das bestätigte Polizeisprecher Thomas Röwekamp am Montag auf Anfrage. Bereits am Wochenende habe der minderjährige Tatverdächtige die Vorwürfe eingeräumt. Auch wenn es sich bei dem Verdächtigen um ein im rechtlichen Sinne nicht strafmündiges Kind handele (also einen unter 14-Jährigen), werde man den Vorfall an die Staatsanwaltschaft weitergeben, so der Polizeisprecher.

Computer beschlagnahmt

Bereits vor drei Wochen hatte die Polizei den Computer und das Handy eines verdächtigen Schülers beschlagnahmt und ausgewertet. „Im Zuge dieser Auswertung kam es immer wieder zu Rückfragen;“, erklärt der Polizeisprecher. Dabei habe man kurz vor dem Wochenende den Durchbruch geschafft. Der Verdächtige habe letztlich die Vorwürfe eingeräumt.

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Zum Motiv des Täters machte die Polizei keine weiteren Angaben. Sie bestätigte nur, dass es sich nicht um das Geld, das in den Erpresserschreiben gefordert wurde, gehandelt habe. Es sei eher darum, gegangen Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Jugendamt informiert

Neben der Staatsanwaltschaft informierte die Polizei auch das Jugendamt und die Schule über die Lösung des Falls. Die Schule müsse nun eigene Maßnahmen ergreifen, so die Polizei. Möglich ist zum Beispiel ein Schulverweis. Auch zivilrechtlich kann der Fall noch ein Nachspiel haben. Neben der Straftat – so Polizeisprecher Röwekamp – gebe es aber auch die zivilrechtliche Seite mit Schadensersatzansprüchen. Hier beginnt die Deliktfähigkeit im Bürgerlichen Gesetzbuch in der Regel schon ab sieben Jahren – abhängig allerdings davon, ob der Betroffene reif genug war, seine Verantwortlichkeit einzusehen. Die Stadt hatte allerdings bisher nur das Gehalt der Schulsekretärinnen als bezifferbaren Schaden genannt.

Sechsstelligen Betrag gefordert

Am Montag nach den Pfingstferien war bei der Theodor-Fleitmann-Schule eine E-Mail mit einer Bombendrohung eingegangen. Daraufhin wurde an diesem Tag die Schule geräumt. Drei Tag lang fiel der Unterricht aus, der Erpresser schickte weitere Drohmails, in denen er einen hohen sechsstelligen Betrag forderte.

Bei seinen E-Mails hatte der Schüler einen Tor-Browser benutzt, der es ihm ermöglichte, ohne Spuren zu hinterlassen E-Mails zu versenden. Ob die Polizei weitere belastende Dateien auf Handy und Rechner gefunden hat, dazu gab es keine Angaben.

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