Polizei geht mit Kameras gegen Gaffer vor

Um gegen Gaffer vorzugehen, hat die Polizei in Duisburg nun zur Kamera gegriffen und zahlreiche Schaulustige fotografiert. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, machten die Beamten am Donnerstagabend auf der A 40 Fotos von Autofahrern, die mit ihren Handys einen Lkw-Unfall filmten.

30.08.2019, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei geht mit Kameras gegen Gaffer vor

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild

„Dass sich durch ihr Verhalten ein Rückstau bildete und mitunter nachfolgende Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden, nahmen die Hobby-Paparazzi billigend in Kauf“, heißt es in der Mitteilung. Wegen der Nutzung eines Handys am Steuer müssen die Schaulustigen nun mit einer Anzeige rechnen. Einigen drohe auch eine Strafanzeige wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches.

„Durch ihr Verhalten bringen sich die Filmenden selbst und unbeteiligte Dritte in Gefahr“, sagte der zuständige Leiter der Duisburger Polizeidirektion Ulrich Wloch. Die Polizei werde auch weiterhin gegen Gaffer vorgehen.

Bei dem Unfall war ein Lkw an der Anschlussstelle Hochfeld in Richtung Venlo aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen und auf einer Begrenzungsmauer zum Stehen gekommen. Der Fahrer blieb unverletzt.

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