Polizei bestätigt: Feuerteufel treibt sein Unwesen am Bürgerhaus Stockum

dzAutobrände

Bis jetzt war noch nicht ganz sicher, ob auch das erste abgefackelte Auto am Bürgerhaus Stockum ein Brandstiftungs-Fall ist. Das ist jetzt klar. Klar ist damit auch: Ein Feuerteufel geht um.

Werne

, 12.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Innerhalb von 48 Stunden gingen zwei Autos auf einem Parkplatz am Bürgerhaus in Stockum in Flammen auf. „Wir gehen mittlerweile in beiden Fällen von Brandstiftung aus“, sagt Christian Stein von der Pressestelle der Polizei Unna auf Anfrage der Redaktion.

Mehrere Umstände stützen diese These. Einmal ist es der Ort: Der Feuerteufel steckte die Autos an derselben Stelle an. Dabei handelt es sich um den Parkplatz an der Graf-von-Westerholt-Straße 1, direkt gegenüber dem Bürgerhaus.

Beide Brände mitten in der Nacht gelegt

Zweitens: die zeitliche Komponente. Die erste Brandstiftung erfolgte in der Nacht zu Freitag, 8. November 2019, gegen 3.15 Uhr. Die zweite knapp 48 Stunden später, in der Nacht zu Sonntag, 10. November, gegen 1.30 Uhr.

Dritter Hinweis auf ein und denselben Feuerteufel: die Vorgehensweise. Die beide Autos brannten schnell und vollständig aus. Das spricht für eine gezielte und kenntnisreiche Zündel-Aktion. Weiteres Indiz: „Die Art und Weise, wie die Autos in Brand gesetzt wurden, ist identisch“, bestätigt Polizeisprecher Christian Stein. Wie genau der Feuerteufel vorgeht, wollte er „aus ermittlungs-taktischen Gründen“ nicht verraten.

Bei dem ersten Fall in der Nacht zu Freitag war der Pkw dermaßen ausgebrannt, dass die Polizei weder das Kennzeichen noch den Fahrzeugtyp erkennen konnte. „Im Laufe des Freitages hat sich dann die Halterin bei uns gemeldet“, sagt Stein. Es handelt sich um eine Anwohnerin aus der Nachbarschaft. Der Wagen war ein Ford G-Max, der dort zum Parken abgestellt war.

Im zweiten Fall von Brandstiftung in der Nacht zu Sonntag ging ein Mazda CX5 in Flammen auf. Auch dieses Auto brannte vollständig aus. „Dabei handelt es sich um ein Firmenfahrzeug aus Euskirchen“, sagt Stein auf Anfrage.

Verdacht über die Hintergründe zerschlägt sich

Mit diesen beiden Angaben - Auto einer Anwohnerin und Firmenfahrzeug - zerschlägt sich ein Insider-Verdacht über die Hintergründe der brennenden Pkw. Dieser Verdacht ging in Richtung der Nutzung des Bürgerhauses durch große (Hochzeits-) Gesellschaften. Das sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Ärger in dem dicht besiedelten Gebiet.

Die schmale Graf-von-Westerholt-Straße ist bei solchen Ereignissen oft zugeparkt, was schon Protest bei Nachbarn ausgelöst hat. Dass dieser Protest in eine massive Straftat wie dem Abfackeln von Autos mündet, „das ist bei dieser Sachlage wohl vom Tisch“, sagt Polizeisprecher Christian Stein.

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