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Die Anwohner rätseln über den Sinn der Markierung. Sie wurden vorher nicht informiert. Einer von ihnen war im Urlaub. Sein Auto parkte derweil am Fahrbahnrand. Dort fehlt jetzt die Farbe.

Schwerte

, 09.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Die Kleine Märkische Straße ist eine ruhige Wohnstraße. Reihenhaus an Reihenhaus schmiegt sich hinter der Eisenbahnlinie Schwerte-Kassel aneinander. Nach Parkdruck sieht es vor den Berberitzen- und Ligusterhecken der Vorgärten nicht gerade aus. Fremde Autofahrer, die hier keinen besuchen wollen, verirren sich eigentlich nicht in diese Gegend. Die fünfgeschossigen Gebäude auf der anderen Seite werden von der parallel verlaufenden Märkischen Straße aus angefahren. Sie haben dort auch ihre Eingänge.

Überfallartige Aktion der Stadt

Und trotzdem das: In einer überfallartigen Aktion ließ die Stadt am 24. Juli einen großen Teil der Straßen beidseitig mit Sperrflächen bepinseln. Als Peter Kurze nach Hause kam, waren die weißen Zickzack-Striche plötzlich da. Na gut, seine Schwester hatte ihn per Whatsapp-Foto-Nachricht vorgewarnt, als sie kurz vorher die Bescherung entdeckte. Denn eine Ankündigung, geschweige denn eine Begründung für die Aktion waren Fehlanzeige.

Deshalb klafft wohl auch eine Lücke von einer Autolänge inmitten der Sperrfläche: Sie wurde von den Straßenmalern ausgespart, weil dort ein Nachbar während seines Urlaubs das Auto abgestellt hatte. Er konnte ja nicht ahnen, dass es den Arbeitern im Wege stehen würde.

Striche machen Nachbarn ratlos

„Ich habe noch keinen getroffen, der mir gesagt hat, was die Striche bedeuten könnten“, sagt Kurze. Ein Nachbar, mit dem er sprach, habe zwar versucht, die Arbeiter zu befragen: „Aber die wussten auch nichts.“ In anderen Straßen der Stadt wurden wohl jüngst Linien aufgepinselt, die Hauseinfahrten freihalten sollen. In der Kleinen Märkischen Straße aber gibt es so etwas so gut wie nicht. Fast alle Anwohner haben ihre Garagen in den beiden Höfen an den Enden der Siedlung.

Recherchen von Stadt-Pressesprecher Carsten Morgenthal brachten am Mittwoch ans Licht: Die Markierungen dienen dem Brandschutz. „Das ist die Aufstellfläche für Feuerwehr-Fahrzeuge“, erläuterte er. 48 Jahre, seitdem Kurze und die anderen Urbewohner eingezogen sind, haben sie ohne die gelebt.

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