Pinkwart: Stromerzeugung aus Kohle bis 2030 stark reduzieren

Nach dem bundesweit vereinbarten Kohleausstieg will Nordrhein-Westfalen die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken bis 2030 um bis zu 70 Prozent reduzieren. Das kündigte NRW-Wirtschafts- und Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch bei der Vorlage der Energieversorgungsstrategie für das Land an. „Es ist unser erklärtes Ziel, möglichst ab 2035, spätestens aber 2038 gänzlich auf die Kohleverstromung zu verzichten“, sagte Pinkwart.

10.07.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pinkwart: Stromerzeugung aus Kohle bis 2030 stark reduzieren

Pinkwart: Stromerzeugung aus Kohle bis 2030 stark reduzieren. Foto: Federico Gambarini

Die Kohlekommission mit Spitzenvertretern aus Bund und Ländern hatte Ende Januar einen vorgezogenen Kohleausstieg bis spätestens 2038 beschlossen.

Im Gegenzug will NRW die erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind massiv ausbauen. Die Strommenge aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen solle bis 2030 verdoppelt werden, sagte Pinkwart. Besonders die Photovoltaik-Potenziale seien erst zu 5 Prozent im Land ausgenutzt. Bei der Windenergie setzt die schwarz-gelbe Landesregierung unter anderem auf den Ersatz alter durch leistungsstärkere neue Anlagen. Denn es gebe bei Windanlagen ein „deutschlandweites Akzeptanzproblem“, so Pinkwart.

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