Projekt gegen Einbrecherbanden: zahlreiche Taten aufgeklärt

Einbrecherbanden machen nicht an Staats- oder Ländergrenzen halt. Auf diese Tatsache hat sich vor drei Jahren die Polizei in Osnabrück eingestellt - mit einem grenzüberschreitenden Ermittlungsansatz.

24.09.2019, 02:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einbrecherbanden auf die Schliche kommen: Nach drei Jahren zieht eine grenzüberschreitend eingesetzte Ermittlungsgruppe der Polizeidirektion Osnabrück am Dienstag (11.00 Uhr) Bilanz. 2016 startete das von der Europäischen Union mitfinanzierte Projekt gegen Einbruchsdiebstähle, das Team aus Osnabrück ermittelte grenzüberschreitend auch in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Insgesamt wurden Delikte mit einer Schadenssumme von mehr als zwei Millionen Euro aufgeklärt.

Mit dem grenzüberschreitenden Ansatz reagierte die Polizei auf den Umstand, dass die Einbrecherbanden selber flexibel und professionell agieren. Auch nach dem Auslaufen des Pilotprojekts solle die Arbeit fortgesetzt werden, hieß es aus dem Polizeipräsidium Osnabrück.

Die international agierenden Täter nutzen häufig die Grenzlage aus, um den Strafverfolgungsbehörden die Arbeit zu erschweren. Um den Tätergruppen auf die Schliche zu kommen, tauschen die Polizeibehörden ständig und intensiv Informationen aus, um etwa Tatmuster zu erkennen oder Personen zu identifizieren.

Einige Straftaten stehen direkt mit der Grenze in Zusammenhang, wie etwa der Einfuhrschmuggel von Betäubungsmitteln oder das Betreiben von Cannabisplantagen entlang der Grenze. Auch beim Sprengen von Geldautomaten ist überproportional die Region der Polizeidirektion Osnabrück betroffen. Man geht davon aus, dass es sich um eine niederländische Tätergruppierung handelt, die sich die Grenzlage zunutze macht.

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