Pflegemesse startet: Sturzmatte und Elektro-Rollator

Sturzmatten mit Alarmfunktion, Rollatoren mit Elektroantrieb und Computermäuse, die auch mit zitternden Händen problemlos zu bedienen sind: Bei der Pflegemesse Rehacare zeigt die Branche von diesem Mittwoch an neue Produkte für ältere und behinderte Menschen. Digitalisierung werde dabei immer mehr zum zentralen Trend, sagte Messegeschäftsführer Wolfram Diener am Montag. Allein 20 Anbieter böten - oft digitale - Produkte für den behindertengerechten Umbau von Autos. Digital verknüpfte Sensoren zum Beispiel in Matratzen oder dem Fußboden könnten Menschen mit Körperbehinderungen helfen, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung zu bleiben.

16.09.2019, 13:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pflegemesse startet: Sturzmatte und Elektro-Rollator

Der Handgriff eines Rollators und ein Gehstock sind zu sehen. Foto: Uwe Anspach/Archivbild

Fast jeder zehnte Deutsche ist schwerbehindert, rund 3,4 Millionen Menschen in Deutschland waren Ende 2017 pflegebedürftig. Für ihre Unterstützung und Pflege gaben allein die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr gut 8,4 Milliarden Euro für Hilfsmittel aus. Dabei würden viele moderne Hilfsmittel wie „intelligente Matratzen“ mit Bewegungsaufzeichnung oder Herdplatten mit Überhitzungsschutz von den Kassen meist gar nicht übernommen, beklagte Manuela Anacker vom Sozialverband VdK NRW. Sie müssten privat bezahlt werden, was nicht jeder könne.

Die Messe dauert von Mittwoch bis Samstag. 751 Aussteller - zwei Drittel davon aus dem Ausland - präsentieren dabei Produkte vom Gehstock bis zur barrierefreien Wohnwelt. Die Messe geht in ihr 50. Jahr und ist zugleich Treffpunkt und Diskussionsforum Betroffener.

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