Pferdekutsche auf Umweltspur „nicht zulässige Nutzung“

Da wiehert der Amtsschimmel: Eine Pferdekutsche auf der Düsseldorfer Umweltspur war nach Einschätzung der Stadt eine „nicht zulässige Nutzung“ der Sonderfahrbahn. Das sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Ein stadtbekannter DJ hatte sich am Montagmorgen mit einer Pferdekutsche über die neue, dritte Umweltspur fahren lassen und Altbier an wartende Pendler im Stau verteilt. Eine Geldbuße wird er im Nachhinein nicht bekommen, da Stadt und Polizei uneins sind.

29.10.2019, 10:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

DJ Theo Fitsos hatte nach eigenen Angaben im morgendlichen Berufsverkehr für eine gute halbe Stunde Altbier von der Kutsche aus verteilt. Ordnungsamt oder Polizei seien ihm nicht begegnet. Zur Frage nach einer möglichen nachträglichen Geldbuße verwies die Stadt am Dienstag auf die Polizei - schließlich sei die für den fließenden Verkehr zuständig. Die Polizei wiederum verwies auf die „unklare Rechtslage“. Daher werde man kein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten.

Fitsos hatte am Montag über seine Aktion gesagt: „Wenn die Pendler morgens schon genervt in unsere Stadt kommen, sollen sie abends wenigstens bei einem Altbier denken: nicht alles schlecht in Düsseldorf.“

Die Stadt hatte im April die ersten beiden Umweltspuren eingeführt, um Fahrverbote zu vermeiden. Die dritte Spur sorgte am Montag nach Ende der Herbstferien für lange Staus im Süden der Stadt. Befahren werden darf die Spur von Bussen, Taxis, Elektrofahrzeugen, Fahrrädern und Fahrgemeinschaften.

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